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Handlungsfeld 2

Städtebau und Infrastruktur


Handlungsfeld 2

Städtebau und Infrastruktur

  • Nachfragegerechte (Weiter-)Entwicklung von bezahlbarem Wohnraum
  • (Weiter-)Entwicklung von Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten im direkten Wohnumfeld
  • (Weiter-)Entwicklung Versorgung
  • Weiterentwicklung und Optimierung technischer Infrastrukturen

Ausgangssituation/Einleitung

Bezahlbarer Wohnraum, die Entwicklung von Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten, eine adäquate Versorgung, sowie die Weiterentwicklung und Optimierung technischer Infrastrukturen werden in diesem Handlungsfeld unter die Lupe genommen und sollen die Entwicklung von Borkums Ortsbereich zum besten Platz zum Leben und Arbeiten voranbringen.

Priorisierte Startprojekte

  • Nachverdichtung und Erhöhung der Bebauungsdichte
  • Funktionierender und attraktiver ÖPNV durch Umsetzung eines Mobilitätskonzeptes (Shuttle-Service/Rufbus co-finanziert durch Gästebeitrag, Fährverkehr, Straße/Radwege/Wanderwege, Carsharing auch am Festland, öffentliche WCs)
  • Schaffung attraktiver Arbeits- und Lebensbedingungen für Fachkräfte
  • Innovative Wohnraum-Konzepte realisieren (Genossenschaft, Anreize um FeWo’sin Wohnraum umzuwandeln, Mehrgenerationen-Haus, Tiny-House-Siedlungen, …)
  • Aufwertung und hochwertige Gestaltung von (bestehenden) Freiflächen für Erwachsene (Parkanlagen, Begegnungszonen, Sitzbänke) und Kinder und Jugendliche (Parkflächen, Niederseilgarten, Communityplätze, …)
  • Schaffung eines ganzjährigen Tourismusangebots um die Hauptsaison zu entzerren (Ziel Kappung der Spitzen Energieversorgung, Arbeitskräfte, Verkehr, etc.)
  • Potenzialanalyse als Erweiterung der Wohnraumbedarfsanalyse durch Ratsbeschluss

Maßnahmen

  • Durchführung der Wohnraumbedarfsanalyse
  • Anschließende Potenzialanalyse auf Basis der Ergebnisse Wohnraumbedarfsanalyse und Umsetzung der Ableitungen
  • Detailkonzepte zur Nachverdichtung und Erhöhung der Bebauungsdichte, Flexibilisierung der Bebauungspläne (Flächennutzung, Ausbau Dachstühle, etc.) unter der Prämisse „So grün wie möglich, so dicht wie nötig“
  • Gestaltung und Umsetzung neuer Formen des Wohnens mit innovativen Wohnkonzepten
  • Sensibilisierung für gestalterische Erneuerung
  • Förderung für Investitionen in den Wohnungsbestand (technische, energetische Sanierung)
  • Erarbeitung eines Begrünungskonzept öffentlich & privat inkl. Umsetzung (Pflanzpatenschaften Pflanzvorschläge (vgl. Heide auf Sylt))
  • Aufwertung und hochwertige Gestaltung von (bestehenden) Freiflächen / -räumen, Erweiterung mit Spielplätzen, Fitnessgeräte, etc.
  • Förderung und Ausbau Barrierefreiheit (Infrastruktur, Grundnetz, Sicht)
  • Umsetzung „Besitzbare Stadt“ mit Sitzmöglichkeiten in regelmäßigen Abständen entlang der Hauptrouten
  • Überprüfung und ggf. Erneuerung / Ergänzung der Fahrradabstellplätze
  • Konsequente Nutzung von Steuerungsinstrumenten wie bspw. Parkgebühren. Fährtickets, etc. zur Begrenzung von PKWs
  • Attraktive und ausreichende Parkangebote für PKW auf Festland inkl. komfortable Zusatzangebote wie Gepäcktransport, etc.
  • Alternative Transportmöglichkeiten für bspw. Handwerksbetriebe, Paketdienstleister, etc.
  • Vereinheitlichung des Wege- und Leitsystems sowie Informationstafeln und Überprüfung der Standorte mit dem Ziel einer intuitiven Wegeleitung
  • Klares Commitment / Bekenntnis von Seiten der Politik als ganzjährige Urlaubsinsel
  • Fokussierung eines aktives Ansiedlungsmanagement (ggf. Veränderung Flächennutzungsplan und B-Pläne) gästefreie Gastronomie, Initiierung von Pop-up-Geschäfte als Bereicherung des Einzelhandels und Impulsgeber
    • Fokus auf Anbieter mit Bio- und Fairtrade-Produkten
    • Fokus auf verpackungsarme Versorgung (Sammelbestellungen, verpackungsfreier Supermarket, Milchtankstellen , etc.)
  • Schaffung attraktiver Arbeits- und Lebensbedingungen, um Fachkräfte während Nebensaison auf der Insel zu halten (geringere Kaufkraft in Nebensaison, da wenige Fachkräfte vor Ort)
    • Schaffung von Anreizen, zur Entwicklung von ganzjährigen Betrieben und entsprechenden Angeboten
  • Ausbau der kulturellen Identität Borkums, Stärkung kultureller Formate
  • Schaffen von Plattformen für Austausch / Kontakt-Erfahrungen / Ideen /…
  • Konsequente Umsetzung des weiterentwickelten innovativen Mobilitätskonzept
  • Weitgehend emissionsloser Schiffsbetrieb
    • Attraktivierung / Optimierung Fähre / Wassertaxi (ohne PKW – entsprechend schneller, attraktive Taktung) für Borkumer
  • Funktionierender, attraktiver ÖPNV (Strecken, Taktung, Rufbus)
  • Verbesserung bestehender Sharingkonzepte(eMobilität, selbstfahrende Autos)
  • Weiterentwicklung eines fahrradfreundlichen Verkehrskonzepts inkl. Instandsetzung /Ausbau / Optimierung Radwegenetz und Bepflanzung entlang der Radwege
  • Attraktivierung Radfahren (bspw. Kostenfreie Radkarten)
  • Überprüfung und Optimierung Lieferketten, Umladestationen auf kleine eFahrzeuge auf dem Festland (Begrenzung)
  • Genehmigung von Kleinwindanlagen (Versuchsfeld / Pilot auf Borkum)
  • Umfassende Modernisierung technische Infrastruktur und Umsetzung
  • Umgestaltung Begegnungszone Georg-Schütte-Platz

Zitat

Die Verknüpfung von Baukultur und Tourismus kann zur erfolgreichen Entwicklung von Regionen und unserer Insel beitragen. Darüber hinaus fördert es die Identifikation der Bevölkerung mit der eigenen Region. Volkmar Vogel