Hintergründe

Nördliches Kurviertel

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Im Frühjahr/Sommer 2021 wurden vorbereitende Untersuchungen für das Kurviertel durchgeführt und am 26.08.2021 vom Rat der Stadt Borkum beschlossen. Auf dieser Basis wurde die Aufnahme in die Städtebauförderung beim Land Niedersachsen beantragt. Die vorbereitenden Untersuchungen zeigen, dass die Fläche des ehemaligen Bauhofs nicht allein, sondern zusammen mit dem angrenzenden Parkplatz betrachtet werden sollte. Welche Pläne gab es bisher für die Flächen?

Ein Blick zurück in der Geschichte


  • 1927

    Der Plan zeigt die Vision einer Erweiterung des Kurviertels mit Fortsetzung des rechtwinkligen Straßenrasters der Bäderarchitektur nach Norden. Der Bauhof vom Wasserbauamt – heutige Bezeichnung Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) – lag damals an der heutigen Hindenburgstraße.

    Schauen Sie genau hin! Am Strandzugang Kaapdelle war der Rettungsschuppen NORD der DGzRS. Diese hatten einen tragbaren „Raketenapparat“. Damit konnte eine Leinenverbindung über die Brandung zu einem gestrandeten Schiff hergestellt werden.

    (Plan der Gemeinde Borkum, Januar 1927, Quelle: https://olde-tieden.de)

  • 1937-1940

    Entlang der Hindenburgstraße entstanden Wohngebäude für die Kriegsmarine (Wehrmacht).

    Am Strandzugang Kaapdelle befand sich ein Tattersall. In einem Tattersall können fremde Pferde untergestellt werden.

    (Herausgegeben von der Kurverwaltung Sommer 1956, Quelle: https://olde-tieden.de)

  • 2001

    Der Bebauungsplan Nr. 36 2. Änderung setzt für den südlichen Teil eine Baufläche für eine Spielscheune fest, der nördliche Bereich wird ganz offiziell zu einem Parkplatz.

    (Veröffentlicht von der Stadt Borkum 2001)

  • 2013

    Der Bebauungsplan Nr. 36 5. Änderung hebt die Planungen für die Spielscheune auf. Die gesamte Fläche wird als Parkplatz festgesetzt.

    (Veröffentlicht von der Stadt Borkum 2013)

  • 2021

    2021 wurden vorbereitende Untersuchungen durchgeführt, um Städtebauförderungsmittel zu akquirieren. Auf Basis einer städtebaulichen Analyse wurden Maßnahmen erarbeitet. Für das nördliche Kurviertel wird eine städtebauliche Maßnahme vorgeschlagen. Zunächst sollen aber Ideen für eine neue Nutzung gesammelt werden.

    Hier können Sie das Gesamtdokument einsehen.

Entwicklungsziele für das Kurviertel


  • Sicherung und Aufwertung des Kurviertels als Ort der Erholung, Freizeit und Gesundheitsvorsorge für die Inselbevölkerung und Touristen durch strukturelle Neuordnung.
  • Aktivierung brachliegender und untergenutzter Grundstücks- und Gebäudepotenziale durch städtebauliche und wirtschaftsfördernde Maßnahmen (v.a. Oppermannspad/ ehemaliger Bauhof WSA und rund um die Kulturinsel)
  • Rückbau oder klimagerechte und energietechnisch Sanierung und funktionsgerechte Modernisierung von Bestandsgebäuden (Kulturinsel, Gezeitenland etc.)
  • Umsetzung des Vorhabens „emissionslose und klimaneutrale Nordseeinsel Borkum“ bei Neu- und Umbauten sowie durch die Realisierung von Mobilitätskonzepten
  • Verbesserung der Ankunftssituation im Bereich des Bahnhofes (Georg-Schütte-Platz) und ZOB hinsichtlich der Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit und städtebaulichen Qualität zur Attraktivierung des öffentlichen Nahverkehrs
  • Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Bismarckstraße/Franz-Habich-Straße und der Strandstraße inkl. Leuchtturmplatz sowie der Jann-Berghaus-Straße (obere Promenade) als zentrale Achsen im Kurviertel
  • Entwicklung von attraktiven und ökologisch wertvolle Frei- und Aufenthaltsflächen, v.a. durch Verbesserung des Übergangs zwischen bebautem Bereich und der angrenzenden Dünenlandschaft, z.B. Renaturierung/ Umgestaltung Kurpark
  • Verbesserung der Erschließung für den Fuß- und Radverkehr durch barrierefreie und verkehrsberuhigende Umgestaltung des Straßensystems unter Berücksichtigung eines störungsarmen Lieferverkehrs
  • Bewahrung und Inwertsetzung der stadtbildprägenden Bausubstanz unter Berücksichtigung des baukulturellen Leitbildes der Bäderarchitektur
  • Sicherung und Ausbau der Orte zur Abwicklung der Insellogistik und weiteren inselrelevanten Infrastrukturen
  • Schaffung von bedarfsgerechtem Wohnraum